Bildung und Chancen

Bildung und Chancen

Auch in Bonn ist es leider immernoch so: die Bildungs- und Aufstiegschancen der Kinder hängen viel zu stark davon ab, in welches Elternhaus sie geboren werden. Die Situation vieler Kinder lässt sich nur verbessern, wenn wir früh anfangen, Familien zu unterstützen. Deshalb ist ein frühe Förderung für eine gute Bildung unverzichtbar. Auch deshalb ist der Kitaausbau wichtig. In der Kita werden besondere Förderbedarfe schnell sichtbar und hier werden auch die Grundlagen für das schnelle und sichere Erlernen der deutschen Sprache und erfolgreiche Integration gelegt.  

Die Notwendigkeit von speziellen Ressourcen zur besonderen Förderung, zu Inklusion und Integration geht in der Grundschule weiter. Ein Platz in einer offenen Ganztagsgrundschule schafft ganz andere Möglichkeiten in multikompetenten Teams ganzheitlich zu unterstützen. Auch deshalb ist der schnelle Platzausbau wichtig.

Und im Bereich der weiterführenden Schulen will ich verstärkt Schule und außerschulische Jugendangebote zusammenbringen. Eine Gesamtschau auf den Bedarf der Jugendlichen für Schule, Freizeit und spezielle Unterstützung sollten wir mit einer integrierten Schulentwicklungs- und Jugendhilfeplanung angehen. Benachteiligte Jugendliche sollten wir bestärken, indem wir Vorbilder und Paten finden, die mit ihnen anhand ihrer Potenziale arbeiten und das Selbstvertrauen stärken. Dazu gibt es in Bonn schon einige, ganz tolle Projekte, die ich weiter verbreiten will.  

Ich werde mich aktiv an dem Runden Tisch gegen Kinderarmut beteiligen und dem Thema verstärkte Aufmerksamkeit geben. 

Gemeinsam mit dem Land will ich die Bedingungen für das Gelingen von Integration und Inklusion an den Schulen verbessern: den Schüler und Schülerinnen, die der deutschen Sprache noch nicht mächtig sind, müssen mehr und bessere Angebote gemacht werden, die dabei helfen, ihre deutschen Sprachkenntnisse und -fähigkeiten zu erwerben. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund muss so gestaltet werden, dass Integration gelingen kann. Und schließlich wird das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung nur gelingen, wenn wir eine adäquate räumliche Ausstattung unser Schulen mit Therapieräumen und Rückzugsorten sicherstellen. All dies ist im Rahmen der Schulentwicklung, also der Frage des Angebotes an ausreichend passenden Schulplätzen zu berücksichtigen. Hier ist darüber hinaus eine stärkere regionale Zusammenarbeit nötig, um das Angebot für alle passend aufzustellen und den Zugang zu Schulen wohnortnah zu ermöglichen, fairer zu gestalten und die Lasten aus der Infrastruktur anders zu verteilen.  

Ich möchte die Schulen zu Gebäuden weiterentwickeln in denen sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer wohlfühlen. Mit Räumen, die die pädagogischen Ziele unterstützen, in denen das Lernen und Leben Freude macht. Ich möchte alle Schulgebäude möglichst schnell wieder auf ein Niveau heben, das all dies ermöglicht: von guten Räumen über eine adäquate technische, digitale Ausstattung bis hin zu Schultoiletten, in denen sich niemand ekeln muss, sowie Schulhöfen und Aufenthaltsräumen, wo man spielen und sich erholen kann. Die Schulhöfe will ich in Gemeinschaftprojekten mehr Entsiegeln und Begrünen - damit sie schöner sind, Natur erlebbarer wird und als große Flächen einen Beitrag zur Verbesserung des Klimas leisten. 

Meine Punkte:

  • Frühe Förderung für Familien und durch Kita ausbauen
  • Offene Ganztagsschule mit Ergänzungen der Maßnahmen aus dem Runden Tisch gegen Kinderarmut weiter ausbauen
  • Integrierte Schulentwicklungs- und Jugendhilfeplanung zur ganzheitlichen Betrachtung des Bedarfs
  • Bestärkungsprojekte für benachteiligte Jugendliche verbreiten
  • Raum- und Sanierungsbedarfe für gute Schulgebäude mit erhöhtem Bedarf für Ganztag, Inklusion und Digitalisierung konsequent erheben und in Planung aufnehmen

 

 

Mehr Positionen