Sport und Kultur

SPORT - KULTUR – BEIDES!

Sport- und Kultur bringen Menschen zusammen und fördern so den Zusammenhalt. Sie sind für unsere physische und psychische Gesundheit und die Lebensqualität in Bonn gleichermaßen wichtig. Das haben uns die Entbehrungen unter Corona noch einmal bewusst gemacht. 

Aber in unserer Stadt gibt es immer wieder Streit, wieviel Kultur oder wieviel Sport wir uns leisten sollten. Der Streit entsteht, weil beide Bereiche zu  großen Teilen aus dem sogenannten "Freiwilligen Bereich" im Haushalt der Stadt finanziert werden. Im Gegensatz zum Pflichtbereich, wo gesetzliche Aufgaben übernommen und finanziert werden müssen, besteht hier Spielraum und jede Stadt kann entscheiden, wofür wieviel Geld eingesetzt wird. Aber da Bonn stark überschuldet und der Haushalt eng ist, kann man sich leider nicht alles leisten und muss immer wieder Prioritäten setzen.

Dieser Streit ist unerträglich für alle, die sich in den Bereichen engagieren. Es ist nicht zumutbar, sich immer wieder rechtfertigen zu müssen. Dafür brauchen wir meines Erachtens eine maximale Transparenz, was wir wofür ausgeben und müssen gemeinsam mit Respekt und Sorgfalt diskutieren, wie wir in Zukunft in den Bereichen aufgestellt sein wollen.

Zu Hauptstadt-Zeiten wie  auch danach hat sich ein außerordentliches Kulturangebot an städtischen Bühnen und freier Kulturszene entwickelt. Die Kultur hat sich zu einer der besonderen Stärken Bonns entwickelt und ist ganz klar ein starker Standortfaktor für Bonn. Das Kulturangebot ist für viele attraktiv und für Bonn als Beethovenstadt ebenso wie als Universitäts- und Wissenschaftszentrum elementar.


Aber klar, am Ende muss alles finanziert werden. Die knappe Kassenlage wird am Zustand der Gebäude der städtischen Bühnen ebenso sichtbar wie an den Sporthallen und Bädern. Gerade beim Sport fehlten in den letzten Jahren erhebliche Gelder, so dass die Sportstätten in einem teils erbärmlichen Zustand sind. Deshalb müssen wir alle Hebel in Bewegung setzen, um Förderprogramme und Mitfinanzierung bei der Instandsetzung unserer Infrastruktur zu nutzen und die laufenden Kosten solide zukunftsfähig aufstellen. Dabei muss eine Mitfinanzierung des Kulturangebotes durch den Bund über den Status der Bundesstadt und eine adäquate Kostenbeteiligung für den Einzugsbereich aus dem Rhein-Sieg-Kreis angestrebt werden.  

 

Meine Punkte:

  • Sportentwicklungsplan konsequent umsetzen: Sportstätten sanieren und neu bauen, Fördermittel in Anspruch nehmen
  • In jedem Stadtbezirk ein Hallenbad und die Freibäder erhalten oder sanieren
  • Sportstätten und Bäder inklusiv ausrichten, Bedeutung des Sitzes des Paralympischen Kommitees stärker betonen
  • Bonn als starke Kulturstadt weiterentwickeln: Schatz wahren bei Öffnung von Angeboten für ein breiteres Publikum, übergreifendes Arbeiten unterstützen, Internationale Angebote fördern
  • Lebendiges Miteinander von städtischen Bühnen und freier Szene fördern
  • Lebendige Zwischennutzungskultur ermöglichen als selbstorganisierte Orte der Gemeinschaft und Kreativität nach dem Vorbild Alte VHS
  • Bibliotheken als dritte Orte weiterentwickeln

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