Klima und Verkehr

Klima und Verkehr

Bonn hat beschlossen, die Stadt bis 2035 klimaneutral ausrichten. Das ist eine gewaltige Aufgabe, es ist viel zu tun: anders Bauen, Sanieren, alternative Energiegewinnung ausbauen, Chancen der Digitalisierung nutzen, Wege sparen, weniger Bodenverbrauch und mehr Begrünen.

In einer wachsenden Stadt werden wir weiter Bauen müssen: ob für Infrastruktur, also Kitas, Schulen, etc oder für Wohnen und Arbeit. Aber wir dürfen nur so wenig zubauen, also Versiegeln, wie nötig und müssen so viel überbauten Boden "befreien", also Entsiegeln, wie möglich. Wir werden beim Bauen deshalb mit Bedacht in die Höhe bauen müssen, um wichtige Flächen für Kaltluftentstehung, Frischluftschneisen, Naturschutz und einfach als Freiraumflächen zu erhalten. In einem immer heißer werdenden Bonn will ich eine Entsiegelungs- und Bepflanzungsoffensive einleiten: Schulhöfe und öde Parkplätze in Gemeinschaftsprojekten entsiegeln, klimatischen Ausgleich, CO2-Bindung und eine schönere Stadt miteinander gestalten!  

Für bessere Luft und deutlich weniger CO2-Ausstoß, aber auch wegen der Überlastung unserer Straßen, muss es uns gelingen, immer mehr Menschen für die Nutzung von Fahrrad, Bus und Bahn zu gewinnen. Ich fahre schon immer viel mit dem Rad durch Bonn zur Schule, Uni, Arbeit und mit den Kindern im Anhänger zur Kita. Allen schlechten Bedingungen zum Trotz. Zum Umstieg vom Auto motivieren wir viele andere aber nur, wenn Radwege gut ausgebaut und sicherer, Bus und Bahn zuverlässiger und günstiger werden.

Ich setze mich für ein ganzheitliches Verkehrskonzept ein. Die einzelnen Maßnahmen auf dem Weg zu moderner Mobilität, auch die zu prüfenden Projekte Seilbahn und vierte Rheinbrücke, müssen als Teile einer durchdachten, aufeinander abgestimmten, nachhaltigen und finanzierbaren Planung erkennbar sein. Nur so wird die notwendige breite Akzeptanz für einen zügigen Umbau geschaffen, mit dem wir Raum geben für Fußgänger, Radfahrer und schöne Plätze, wovon auch Gastronomie und Einzelhandel profitieren werden. Die Innenstädte bleiben für alle gut erreichbar.

Meine Punkte:

  • Erfassung aller städtischen Gebäude auf klimaschützendes Optimierungspotenzial und Sortierung in kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen
  • Vorgaben in Bebauungsplänen für mehr Klimaschutz
  • Möglichst weitgehende Schonung freier Flächen und Entsiegelung zugebauter Flächen
  • Entsiegelungs- und Bepflanzungsoffensive speziell für Schulhöfe und Parkplätze
  • Rad-, Bus- und Bahnfahren und zu Fuß gehen viel attraktiver machen
  • Straßen und Plätze für das Miteinander gewinnen
  • Gesamtstädtisches Verkehrskonzept für alle Arten der Mobilität
  • Prüfung der Seilbahn von Ramersdorf bis Venusberg
  • Prüfung der vierten Rheinbrücke für Radverkehr und Fußgänger
  • Potenzial insbesondere der Pedelecs/E-Bikes für Berufspendler nutzen - Ausbau der Radschnellwege fördern
  • Verlässlichkeit von Bussen und Bahnen erhöhen,
  • Überarbeitung Busliniennetz, eigene Spuren, Vorrangschaltung
  • einfaches, transparentes und günstigeres Tictketsystem
  • Ausbau und engere Taktung im Schienennetz in intensiver Zusammenarbeit mit Region und Land

Der Podcast zum Thema

Listen to "Gespräch #2: Verkehr (mit Simon Merkt)" on Spreaker. Listen to "Gespräch #4: Klimaschutz (mit Simon Merkt)" on Spreaker.

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